Die Welt verzückt am Abgrund steht
und nicht begreift die Konsequenz die sie erwartet.
Mit atemloser Spannung sieht sie zu,
wie sich das Rad der Zeit dreht
und alles nicht mehr sein lässt, was es einmal war.

Naturrecht und Naturgewalt entfesseln ihre Kräfte zu ungeheurer Ouvertüre
von Staunen und Bewunderung begleitet,
doch begriffen wurde nichts.

Wie schön es ist, den leichten Schauer zu empfinden des Moments,
aus gesicherter Entfernung, aus behaglicher Distanz.
Und sei es nur das Denken des Gutseins auf der richtigen Seite.

Superlative der Ereignisse und der Leiden sind gefragte Bilder unserer Zeit,
als Anreiz für Monotonie und Gleichgültigkeit.
Sie werden kommuniziert als gelte es, dabei zu sein,
als Alibi für Fehlverhalten langer Zeit.

Nichts ist vor dem Kommerz mehr sicher, Natur und Recht, Würde des Menschen und Gewalt,
alles wird verkauft, sogar die eigene Glaubwürdigkeit.

Was geben wir noch weiter an die Nächsten, unsere Kinder oder Enkel?
Womit sind unsere Gene programmiert?
Ideen, Werte, Schönes oder Krieg und Geld?
Wofür lohnt Arbeit sich und Ehrlichkeit, wofür das Mitgefühl und die Verantwortung für die Alten?
Warum soll ich belasten mich mit Kindern, wo Karriere wartet und Erfolg?
Familie, eine Idee von gestern?

Braucht eine blinde globalisierte Weltgesellschaft wirklich keine Leitlinien außer Geld?
Dient Religion nur noch dazu, sich abzugrenzen?
wo doch Verständigung das Gebot der Stunde wäre.

Der Tanz auf dem Vulkan ist schaurig – schön.



04.02.2011 Hans-Günter Huppertz

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