Nachwort aus dem Buch
Der diesem Buch zugrunde liegende Freiheitsgedanke ist untrennbar mit dem Demokratiegedanken verbunden. Ohne die genannte Gewaltenteilung in einem Staat von Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtsprechung ist Demokratie nicht möglich. Diese Idee des freien Denkens entwickelten die Griechen. Sokrates, mit seinen Forderungen nach sittlichem Handeln und der Tugend, wurde verleumdet und umgebracht. Aristoteles war überzeugt vom Erfahrungswissen, über das auch wir verfügen und der Erkenntnis, dass es das Wesen jedes Dinges und Geschehens ist, sich zu verwirklichen. Er beeinflusste so das gesamte Abendland mit seinen tiefgreifenden lehrhaften Gedanken.

Cicero bezieht in seiner Schrift: „Liberae sunt nostrae cogitationes“ (Unsere Gedanken sind frei) eindeutig Stellung zum freien Denken.

Dieser Wunsch, dieses elementare Grundbedürfnis nach Gedankenfreiheit, wurde auch im 12. Jahrhundert durch Walther von der Vogelweide mit den Worten ausgedrückt: „ ... joch sint iedoch gedanke fri ...“ (Sind doch Gedanken frei.)

In der Neuzeit sagt Friedrich von Schiller: „...Wir wollen frei sein, wie die Väter waren, eher den Tod, als in der Knechtschaft leben...“ (Auszug aus dem Rütlischwur im Drama: „Wilhelm Tell“) Sophie Scholl spielt an der Gefängnismauer 1942 - nach der Inhaftierung ihres Vaters Robert Scholl durch die Nazis wegen Hitler-kritischer Äußerungen - das Lied: „Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten ...“ auf ihrer Blockflöte.

Der Inhalt dieses Freiheitsliedes beeinflusste auch die Studentenbewegung in Deutschland.

„Die Welt“ berichtet am 30.10.2013 (Barbara Möller): Kreuzchor (Dresden) streicht, um eine Konzertreise nach China nicht zu gefährden: „Die Gedanken sind frei“ aus dem Programm. Seit der Antike ist das Denken von Freiheit und Gerechtigkeit grundlegende Philosophie der Menschen. Die Aufklärung in Europa folgte erst mehr als 2000 Jahre später. Dieses ihm offensichtlich wichtige, spannende und persönlich fordernde Thema regte Günter Huppertz dazu an, sich Gedanken zu machen zur aktuellen Gesellschaftssituation.

Ursula Huppertz

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Die Zeichnungen stammen alle von meiner Frau: Ursula Huppertz.
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